Die besten kostenlosen Tagebuch-Apps 2026
Kostenlose Tagebuch-Apps 2026 im Vergleich – was Apple Journal, OwnJournal, Day One, Daylio und Co. in der Gratisstufe wirklich liefern.
Die Gewinner der Gratisstufen
- 🍎 iPhone / iPad: Apple Journal – eine Premium-Stufe gibt es schlicht nicht
- 🔒 Android / Web mit Datenschutz: OwnJournal – E2EE, kein Gerätelimit, Daten in deinem Cloud-Speicher
- ✍️ Ein Gerät, ausgefeilt: Day One Basic – E2EE, Tags, „Heute vor”, Export – alles kostenlos
- 📊 Stimmungs-Tracking ohne Schreiben: Daylio – zwei Tipps am Tag, mobil dauerhaft kostenlos
- 📄 Reiner Text für immer, keine Bindung: Obsidian – Standard-Markdown-Dateien, alle Plattformen
Was am Ende passt, hängt am Gerät, am Bedarf nach Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und an der Frage, wie viel Einrichtung in Ordnung ist.
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„Kostenlos” steht in fast jedem App-Store-Eintrag. Was damit gemeint ist, unterscheidet sich von App zu App erheblich – und das Kleingedruckte versteckt sich meist ganz unten. Dieser Text dreht die Reihenfolge um.
Apple Journal ist tatsächlich gratis: eine Premium-Stufe existiert schlicht nicht. Day One erlaubt unbegrenzte Einträge, bindet dich aber an ein einziges Gerät. Journey deckelt bei 60 Einträgen und streicht die Textformatierung. Penzu wirbt mit unbegrenzten Einträgen, verzichtet dafür auf Verschlüsselung. Das ist eben nicht dasselbe. Wer falsch wählt, läuft entweder nach ein paar Monaten gegen eine Wand – oder merkt irgendwann, dass die persönlichsten Texte unverschlüsselt auf einem fremden Server lagen.
Sieben Apps, im Detail. Wer den breiteren Überblick mit bezahlten und kostenlosen Optionen sucht, findet ihn in der ausführlichen Tagebuch-App-Übersicht.
Drei Arten von „kostenlos”
💚 Wirklich kostenlos – gar keine Premium-Stufe, oder keine spürbaren Einschränkungen für den Alltag. Auf Dauer nutzbar, ohne irgendwann gegen eine Wand zu laufen.
💙 Brauchbares Freemium – die Gratisstufe reicht im Alltag, hat aber klare Grenzen. Ein Gerät, ein Foto, kein Export. Darauf gebaut, dich ins Abo zu schubsen.
❤️ Im Grunde eine Probe – so eingeschränkt, dass die Grenzen schnell erreicht sind. Eintragsobergrenzen, keine Formatierung, Export hinter Bezahlschranke. „Kostenlos” eher als Marketing-Etikett denn als ernst gemeintes Angebot.
Apple Journal
Apple Journal ist die einzige bekannte Tagebuch-App ganz ohne Monetarisierung – keine Premium-Stufe, keine In-App-Käufe, kein Weg in irgendein Abo.
Erschienen im Dezember 2023, zunächst nur fürs iPhone; im September 2025 auf iPad und Mac erweitert, mit voller iCloud-Synchronisation. Kein wirtschaftliches Interesse daran, deine Daten zu vermarkten. Niemals.
| ✅ Gratis-Tarif enthält | ⚠️ Was fehlt |
|---|---|
| KI-Vorschläge auf dem Gerät (Fotos, Workouts, Musik, Orte) | Keine Tags oder Kategorien |
| Volltextsuche | Keine „Heute vor”-Erinnerungen |
| Datenexport (PDFs oder ZIP-Archiv) | Kein Import aus anderen Apps |
| Mehrere Tagebücher mit eigenen Symbolen | Kein Zugriff unter Android, Windows oder im Browser |
| Fotos im Eintrag und Kartenansicht | Keine geführten Schreibfragen jenseits der Apple-Vorschläge |
| E2EE mit dem erweiterten Datenschutz für iCloud | – |
| Face ID und Code-Sperre | – |
Ideal für: Schreibende auf iPhone und iPad, die null Kosten und maximale Einfachheit suchen. Alle, die Tagebuch-Apps bisher allein wegen der Abo-Preise gemieden haben.
Nichts für dich, wenn: du Android, Windows oder den Browser brauchst – oder wenn du Tags, feinere Organisation oder eine „Heute vor”-Funktion vermisst.
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Day One (Basic-Stufe)
Die Gratisstufe von Day One ist großzügiger, als die meisten Tests behaupten: E2EE, Tags, „Heute vor” und Export sind alle dabei. Die eigentliche Schranke liegt woanders – bei genau einem Gerät.
Day One Basic gehört zu den ganz wenigen Freemium-Apps mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in der Gratisstufe. Das Schreibgefühl ist, ehrlich gesagt, das beste der Kategorie. Das Ein-Geräte-Limit ist die Wand, gegen die die meisten irgendwann laufen.
Handy oder Laptop, nicht beides. Die Web-App (dayone.me) und die Windows-App zählen während ihrer Beta derzeit nicht gegen dieses Limit – das kann sich aber ändern. Bezahlpreise: Silver 49,99 $/Jahr, Gold 74,99 $/Jahr. Eine monatliche Abrechnung gibt es nicht.
Wer geräteübergreifend ohne Kosten schreiben will, fährt mit OwnJournal besser. Eine genauere Gegenüberstellung der beiden Bezahlstufen liefert der Day One vs. Journey-Vergleich.
| ✅ Gratis-Tarif enthält | ⚠️ Was fehlt |
|---|---|
| Unbegrenzte Texteinträge und beliebig viele Tagebücher | Nur ein Gerät – die eigentliche Schranke |
| Ende-zu-Ende-Verschlüsselung | Ein Foto pro Eintrag (nicht unbegrenzt) |
| Vorlagen, Tags, Volltextsuche | Keine Video- oder Audioaufnahmen |
| Tägliche Schreibimpulse und „Heute vor”-Erinnerungen | Keine Zeichnungen, kein IFTTT/Zapier |
| Schreibserien, Standort, Wetter | Keine KI-Funktionen (nur in Gold, 74,99 $/Jahr) |
| Vollständiger Datenexport (PDF, JSON, CSV) | – |
Ideal für: alle, die textorientiert auf einem einzigen Gerät schreiben. Und für alle, die Day One ruhig erst gründlich ausprobieren wollen, bevor sie 49,99 $/Jahr ausgeben.
Nichts für dich, wenn: du auf mehreren Geräten schreiben möchtest, multimediale Einträge brauchst oder auf monatliche Abrechnung Wert legst.
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Daylio
Statt einer leeren Seite empfängt dich bei Daylio ein Zwei-Tipp-System: Stimmung auf einer Fünf-Punkte-Skala wählen, Aktivitäten markieren, optional eine kurze Notiz dazu. Ein ganzer Eintrag dauert keine dreißig Sekunden.
20 Millionen Nutzende sprechen für sich – ein Beleg dafür, wie gut dieses Format für Menschen funktioniert, die emotionale Muster verstehen wollen, ohne sich auf tägliches Schreiben festzulegen. Genau das Richtige für alle, die klassisches Tagebuchschreiben schon mal versucht haben und nicht dranbleiben konnten.
Im Grunde geht es hier um Stimmungs-Tracking, nicht ums klassische Tagebuchschreiben. Wer schwierige Erlebnisse verarbeiten oder Texte nach Themen durchsuchen will, ist bei Daylio falsch. Wer dagegen gezielt eine Stütze für die psychische Gesundheit sucht, findet hier die sauberste kostenlose Option.
Beim Datenschutz hat sich das Team Mühe gegeben: keine Übertragung der Inhalte an Server, alles bleibt lokal, kein Konto nötig. Premium (4,99 $/Monat, 35,99 $/Jahr oder 59,99 $ einmalig) bringt zusätzlich: werbefrei, automatische Backups, erweiterte Korrelationsstatistiken, PDF-Export.
| ✅ Gratis-Tarif enthält | ⚠️ Was fehlt |
|---|---|
| Unbegrenzte Stimmungserfassung mit eigenen Stimmungen | Keine automatischen Backups (Risiko bei langer Nutzung) |
| Textnotizen und bis zu 3 Fotos pro Eintrag | Kein PDF-Export |
| Sprachaufnahmen | Keine Korrelationsdiagramme zwischen Stimmung und Aktivitäten |
| Stimmungsgrafiken, Monatsdiagramme, „Year in Pixels” | Werbung unter Android (nicht iOS) |
| Manuelles Backup auf Google Drive oder iCloud | Keine Desktop- oder Web-Version – auf keiner Stufe |
| Kein Konto nötig – lokaler Speicher | – |
Ideal für: alle, die ihre Stimmung täglich verfolgen möchten, ohne dafür schreiben zu müssen. Und für alle, die klassisches Tagebuchschreiben ausprobiert haben und einfach nicht dranbleiben konnten.
Nichts für dich, wenn: du reflektierende Prosa schreiben möchtest, Desktop- oder Web-Zugriff brauchst – oder Zusammenhänge zwischen Stimmung und Aktivitäten kostenfrei sehen willst.
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OwnJournal
OwnJournal ist die einzige App in dieser Liste, die nie eine Kopie deines Tagebuchs vorhält – auch keine verschlüsselte. Die Einträge liegen in deinem eigenen Google-Drive-, Dropbox-, Nextcloud- oder iCloud-Konto.
Day One verlangt 49,99 $/Jahr für die Synchronisation über mehrere Geräte. Bei OwnJournal ist das umsonst – einfach deshalb, weil die Daten in deiner Cloud liegen, nicht in der des Anbieters. Zero-Knowledge heißt: Selbst wenn das Unternehmen dazu gezwungen würde, könnte es deine Einträge nicht lesen.
Genau genommen sind OwnJournal und Day One die einzigen Apps in dieser Liste, die wirklich vergleichbar sind: beide echte Tagebuch-Apps mit E2EE, unbegrenzten Einträgen, Tags, Suche, klarer Datenschutzhaltung. Die wesentlichen Unterschiede:
| OwnJournal (kostenlos) | Day One (kostenlos) | |
|---|---|---|
| Geräte | Web + Android, kein Limit | Nur 1 Gerät |
| Wo die Daten liegen | Dein eigener Cloud-Speicher | Server von Automattic |
| Stimmungs-Tracking | Ja – kostenlos enthalten | Nein |
| Fotos pro Eintrag | Unbegrenzt | 1 |
| Bezahlstufe | 19,99 $/Jahr | 49,99 $/Jahr |
| iOS-App | Noch nicht | Ja |
| Verlässlichkeit | Neu 2026 | 15 Jahre |
Day One ist deutlich ausgereifter – 15 Jahre Erfahrung, „Heute vor”-Erinnerungen, Buchdruck, Apple-Watch-Unterstützung. Im Apple-Ökosystem bleibt Day One die stärkere Wahl. Wer dagegen unter Android oder im Browser ein E2EE-Tagebuch über mehrere Geräte sucht, ohne dafür zu zahlen, bekommt mit OwnJournal das schlicht leistungsfähigere kostenlose Angebot. Was Zero-Knowledge im Detail bedeutet, steht im Leitfaden zum Datenschutz von Tagebuch-Apps.
| ✅ Gratis-Tarif enthält | ⚠️ Was fehlt |
|---|---|
| Unbegrenzte Einträge mit E2EE im Web und unter Android | Noch keine iOS-App (nur Web und Android) |
| Tags und Volltextsuche | Activity-Mood Correlations nur in Plus |
| Fünfstufige Emoji-Stimmungsauswahl und 15 Aktivitätskategorien | PDF- und Word-Export erfordern Plus (19,99 $/Jahr) |
| Stimmungs-Heatmap im Kalender und Statistik-Dashboard | Jüngere App mit kleinerer Community |
| Verteilungsdiagramm, gleitender Durchschnitt, Stimmungsserien | – |
| Alle Filter nach Stimmung, Aktivität, Tag und Suche kombinierbar | – |
Ideal für: Android- und Web-Nutzung mit vollem Tagebuch, E2EE und ohne Gerätebeschränkung. Für alle, die Stimmungs-Tracking und klassisches Tagebuch in einer App vereinen möchten. Und für alle, die ihre persönlichsten Texte auf keinem fremden Server sehen wollen.
Nichts für dich, wenn: du iOS brauchst, die Reife einer jahrzehntelang etablierten App erwartest – oder die Korrelationen zwischen Stimmung und Aktivitäten kostenfrei sehen willst.
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Bevor du weiterscrollst
Schon die passende App entdeckt? Diese beiden Vertiefungen sind fünf Minuten wert, bevor du installierst:
Journey
⚠️ Nicht wirklich kostenlos. Die Gratisstufe von Journey ist so eingeschränkt – keine Textformatierung, kein Export, dauerhafte Upsell-Hinweise –, dass an dauerhafte Nutzung kaum zu denken ist. Hier nur deshalb mit dabei, weil es eine der wenigen Optionen für Linux und Chrome OS bleibt.
Journey ist tatsächlich plattformübergreifend – sieben Plattformen einschließlich Linux und Chrome OS. In der Gratisstufe fühlt sich die App allerdings an wie ein über Google Drive gesicherter Notizblock mit Grundfunktionen und ordentlich Verkaufsdruck.
Die Datenschutz-Frage: Die Gratisstufe synchronisiert standardmäßig über Google Drive, also hält Google die Verschlüsselungsschlüssel und kann deine Einträge technisch lesen. Das echte E2EE von Journey gibt es nur über Journey Cloud Sync, nicht über Google Drive – und wer es einschaltet, verliert die Suche und kann den Schritt nicht rückgängig machen.
| ✅ Gratis-Tarif enthält | ⚠️ Was fehlt |
|---|---|
| Google-Drive-Sync mit unbegrenzten Einträgen | Keine Textformatierung |
| Grundlegende Foto-Unterstützung | Kein Audio, kein Video, kein „Heute vor”-Pendant |
| 10 Odyssey-AI-Fragen pro Tag | Kein Zugriff auf die Desktop-App |
| Geteilte Tagebücher | Export hinter Bezahlschranke (ePub, Word, PDF) |
| – | Journey Cloud Sync auf 70 MB / 60 Einträge gedeckelt |
| – | Dauerhafte In-App-Werbung |
Ideal für: alle, die ausdrücklich Linux- oder Chrome-OS-Unterstützung brauchen und Google Drive als Speicher in Kauf nehmen.
Nichts für dich, wenn: dir Datenschutz wichtig ist, du deine Einträge exportieren möchtest – oder Textformatierung, Multimedia und Desktop-Zugriff kostenlos haben willst.
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Anwendungen, in denen du Tagebuch führen kannst (die aber keine Tagebuch-Apps sind)
ℹ️ Notion und Obsidian sind keine reinen Tagebuch-Apps
Beide sind Allzweck-Werkzeuge – ein Arbeitsbereich beziehungsweise eine Wissensdatenbank –, die viele Menschen mit etwas Einrichtungsarbeit zum Tagebuchführen nutzen. Schreibimpulse, Stimmungs-Tracking oder eine „Heute vor”-Ansicht sind nirgends eingebaut; das richtest du dir mit Vorlagen und Plugins selbst ein. Mit aufgenommen, weil sie unter datenschutzbewussten Schreibenden und langjährigen Tagebuchführenden trotzdem zu den meistgenannten kostenlosen Optionen gehören – sofern man bereit ist, 15 bis 30 Minuten in die Einrichtung zu stecken.
Notion
Unbegrenzte Einträge, alle Plattformen, komplett kostenlos – allerdings baust du das Tagebuch selbst. Die Gratisstufe von Notion taugt als Tagebuch-Workspace tatsächlich, mit eigenen Datenbanken, Stimmungs-Eigenschaften und Hunderten von Community-Vorlagen. Tagebuchspezifische Funktionen ab Werk: keine.
Die Einrichtung dauert 15 bis 30 Minuten. Beim Datenschutz wird es allerdings dünn – Notion hält die Entschlüsselungsschlüssel, Mitarbeitende können auf Inhalte zugreifen. Eine fertige Vorlage liefert die Anleitung zum Notion-Tagebuch-Setup.
| ✅ Gratis-Tarif enthält | ⚠️ Was fehlt |
|---|---|
| Unbegrenzte Seiten und Blöcke für einzelne Nutzende | Keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung – Mitarbeitende haben Zugriff |
| Synchronisation über iOS, Android, Mac, Windows, Web | Keine eingebauten Schreibimpulse, kein Stimmungs-Tracking, kein „Heute vor” |
| Vollständiges Datenbanksystem – eigene Stimmung, Tags, Ansichten | Keine biometrische Sperre für einzelne Seiten |
| Hunderte kostenlose Tagebuch-Vorlagen aus der Community | Mobiles Tagebuchschreiben braucht spürbar mehr Tipper |
Ideal für: alle, die Notion ohnehin schon nutzen. Power-User, die gerne eigene Systeme bauen und maximale Flexibilität wollen.
Nichts für dich, wenn: dir Datenschutz bei persönlichen Texten wichtig ist, du eine App öffnen und sofort losschreiben möchtest – oder lieber Mobile-first arbeitest.
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Obsidian
Dein Tagebuch als einfache Markdown-Datei auf dem eigenen Gerät – lesbar von jedem Texteditor, in jedem Jahrzehnt, ohne proprietäres Format und ohne Konto. Obsidian ist sowohl privat als auch kommerziell kostenlos.
Kein Unternehmen kann das Format ändern, den Zugang abschalten oder dich einsperren. Dein Tagebuch ist ein Ordner mit Standard-Textdateien – das portabelste Format, das es überhaupt gibt. Passt im Geist gut zum eigenen Notion-Setup, allerdings ohne den Datenschutz-Kompromiss.
Optional gibt es Obsidian Sync (4–5 $/Monat) mit Cloud-Synchronisation und E2EE. Auch der kostenlose Weg über iCloud, Google Drive oder Dropbox funktioniert geräteübergreifend.
| ✅ Gratis-Tarif enthält | ⚠️ Was fehlt |
|---|---|
| Alle Funktionen, Plugins und Themes | Keine tagebuchspezifischen Funktionen ab Werk |
| iOS, Android, macOS, Windows, Linux | Kein Stimmungs-Tracking, keine Schreibimpulse, kein „Heute vor” |
| Daily-Notes-Plugin – automatisch datierte Einträge | Keine Push-Erinnerungen |
| Community-Plugins: Kalender, Vorlagen, Wortzähler | Einarbeitung in Doku und Plugins nötig |
| Daten als Ordner mit Standard-Textdateien | Mobilnutzung weniger ausgefeilt als bei dedizierten Apps |
Ideal für: technikaffine Schreibende, die das Tagebuch als reine Textdateien ohne Herstellerbindung wollen. Und für alle, die ohnehin mit Markdown arbeiten.
Nichts für dich, wenn: du ein Tagebucherlebnis ohne jede Einrichtung suchst – oder Stimmungs-Tracking, Schreibimpulse oder visuelle Auswertungen brauchst.
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Ein Wort zu Diarium
Eine Erwähnung wert – allerdings für ein bestimmtes Publikum: Menschen, die einen Einmalkauf wollen, ohne laufendes Abo. Diarium ist auf iOS, Mac und Android kostenlos und bringt einen ordentlichen Funktionsumfang mit: Texttagebuch, Tags, Ort, Wetter, „Heute vor”, Stimmungs-Tracking, tägliche Erinnerungen. Die Windows-Version kostet einmalig 9,99 $. Pro-Funktionen (Sync über eigenen Cloud-Speicher, Social-Integrationen, mehrere Fotos pro Eintrag) liegen bei 9,99 $ pro Plattform – dauerhaft, nicht jährlich.
Die Kompromisse: kein E2EE, Anmeldung für Sync, kleinere Community. Wer Abos partout ausschließt und Windows nutzt, findet hier dennoch die leistungsfähigste Einmalkauf-Option dieser Kategorie.
⚠️ Warnung zur Verlässlichkeit von Penzu
In jüngeren Nutzerberichten zu Penzu tauchen verlorene Einträge und Synchronisationsfehler auf. Verlorene Tagebucheinträge wiegen schwerer als bei den meisten anderen Apps – das ist der Hauptgrund, warum Penzu hier oben trotz Gratisstufe nicht aufgeführt ist.
Worauf du achten solltest
⚠️ „Kostenlose” Apps, die eigentlich Proben sind
Rosebud, Five Minute Journal und etliche KI-Tagebuch-Apps bezeichnen sich als kostenlos, verlangen nach 7 Tagen aber Geld. Das sind keine kostenlosen Apps.
⚠️ Google-Drive-Sync ist keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
Die Gratisstufe von Journey legt Einträge in Google Drive ab – Google kann sie technisch lesen. Die gewählte App sollte echtes E2EE nutzen, nicht bloß Cloud-at-rest-Verschlüsselung, bei der das Unternehmen die Schlüssel hält. Gerade beim Schreiben über Angst, Depression oder andere sensible Themen macht dieser Unterschied einen großen.
⚠️ Export hängt oft hinter einer Bezahlschranke
Journey, Grid Diary und Penzu sperren den Export hinter Bezahlstufen. Wer zwei Jahre lang schreibt und dann wechseln will, muss unter Umständen zahlen, um die eigenen Einträge zurückzubekommen. Die Export-Möglichkeit ruhig vor dem Einstieg prüfen.
⚠️ Die Geräte-Sync-Falle
Viele fangen am Handy an und wollen später auch am Laptop schreiben. Day One verlangt dafür 49,99 $/Jahr. Vorher kurz überlegen, wie die Nutzung aussehen soll.
Der Vergleich
| App | Art der Gratisstufe | E2EE gratis | Plattformen | Export gratis | Ideal für |
|---|---|---|---|---|---|
| Apple Journal | Voll kostenlos | Ja | iPhone, iPad, Mac | Ja | Apple-Nutzung, null Kosten |
| Day One Basic | Brauchbares Freemium | Ja | iOS, Android, Mac, Win, Web | Ja | Einzelgerät, ausgefeiltes Schreiben |
| Daylio | Wirklich kostenlos | Nein | iOS, Android | Nur CSV | Stimmungs-Tracking, Nicht-Schreibende |
| OwnJournal | Wirklich kostenlos | Ja | Web, Android | Nur Plus | E2EE-Tagebuch + Stimmung, ohne Gerätelimit |
| Journey | Im Grunde Probe | Nur in Cloud | 7 Plattformen inkl. Linux | Nein | Linux-/Chrome-OS-Nutzung |
| Notion | Wirklich kostenlos | Nein | Alle | Ja | Power-User, Anpassung |
| Obsidian | Voll kostenlos | Mit Sync gegen Aufpreis | Alle | Native Dateien | Reiner Text, keine Bindung |
Wo du anfangen solltest
Wer bis hierher gelesen hat, weiß über das Kleingedruckte der Gratisstufen mehr als die meisten, die nach diesem Thema suchen. Letztlich zählt aber die Gewohnheit mehr als die App.
Such dir aus dem Kasten ganz oben die Option, die zu deinem Gerät passt, installier sie noch vor dem nächsten Tab – und schreib drei Sätze über das, was dir gerade durch den Kopf geht. Drei Sätze, mehr nicht.
Den Rest klärt der Alltag. Wenn du nach dreißig Tagen noch dabei bist, weißt du auch, ob du wirklich an eine Grenze stößt oder nicht. Wer das Schreiben selbst zur Gewohnheit machen will, findet im Leitfaden zum Start ins Tagebuchschreiben die nächsten Schritte.
Häufige Fragen
Was ist die beste wirklich kostenlose Tagebuch-App?
Apple Journal ist die einzige bekannte Tagebuch-App ganz ohne Premium-Stufe – läuft allerdings nur auf iPhone, iPad und Mac. Wer unter Android oder im Browser ein vollwertiges Tagebuch mit Verschlüsselung sucht, ist bei OwnJournal richtig: unbegrenzte Einträge, Stimmungs-Tracking, Tags – kostenlos, ohne Gerätelimit.
Ist Day One wirklich kostenlos?
Day One hat eine kostenlose Basic-Stufe mit unbegrenzten Einträgen, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Tags, Suche und Export. Der Haken: nur auf einem einzigen Gerät. Wer mehrere Geräte synchronisieren will, braucht die Silver-Stufe für 49,99 $ pro Jahr.
Bekomme ich Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in einer kostenlosen Tagebuch-App?
Ja. Apple Journal, Day One Basic und OwnJournal bieten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schon in der Gratisstufe. Bei Notion, Penzu und der Standard-Synchronisation von Journey über Google Drive ist das nicht der Fall.
Welche kostenlose Tagebuch-App funktioniert auf Android?
OwnJournal, Day One Basic (nur ein Gerät), Daylio, Journey, Notion und Obsidian laufen alle unter Android. Apple Journal nicht – die App ist iPhone, iPad und Mac vorbehalten.
Sind kostenlose Tagebuch-Apps sicher für sensibles Schreiben?
Nur dann, wenn sie echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nutzen, bei der du selbst die Schlüssel hältst. Reine Cloud-Synchronisation reicht nicht: Google Drive, iCloud ohne erweiterten Datenschutz und Notion erlauben dem Anbieter technisch den Zugriff auf deine Texte. Für sensible Inhalte gilt deshalb: nur Apps, bei denen das Unternehmen strukturell nicht an deine Einträge herankommt.
Was ist der Unterschied zwischen Freemium und wirklich kostenlosen Tagebuch-Apps?
Wirklich kostenlose Apps haben entweder gar keine bezahlte Stufe (Apple Journal, Obsidian) oder verstecken Alltagsfunktionen nicht hinter einer Bezahlschranke (OwnJournal, die Grundfunktionen von Daylio). Freemium-Apps wie Day One sind in der Gratisstufe nutzbar, aber bewusst so gebaut, dass dich Einschränkungen wie die Ein-Geräte-Synchronisation früher oder später zum Bezahlen schubsen. Probe-ähnliche Apps wie Journey schränken die Gratisstufe so stark ein, dass an dauerhafte Nutzung schlicht nicht zu denken ist.
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